Mit der Vielzahl an Plattformen und Programmiersprachen wird die Entwicklung von Anwendungen immer komplexer. Um die Softwareentwicklung zu vereinfachen, werden neue Konzepte entwickelt. Ein Beispiel dafür ist CORBA (Common Object Request Broker Architecture). Worum handelt es sich dabei? Was sind die Vorteile? Finde die Antworten in diesem Artikel.
Was ist CORBA ?
CORBA ist die Abkürzung für Common Object Request Broker Architecture. Es handelt sich um einen Standard, der 1992 von der Object Management Group (OMG) entwickelt wurde, einem Konsortium aus mehreren hundert Unternehmen, die sich der Herstellung von Computerhardware und der Veröffentlichung von Software widmen. Ziel ist es, durch objektorientierte Designprinzipien plattform- und sprachunabhängige verteilte Anwendungen zu entwickeln. Zur Erinnerung: Ein Objekt in der Computerentwicklung ist ein Softwarebaustein mit einer eigenen internen Struktur und einem eigenen Verhalten. Die Interaktion zwischen den verschiedenen Objekten einer Anwendung ermöglicht es, neue Funktionen zu schaffen oder Daten zu gruppieren. Die meisten Anwendungen basieren jedoch auf der Zusammenstellung von Objekten, die auf der Grundlage unterschiedlicher Technologien entwickelt wurden, sei es die Programmiersprache für das Schreiben, der Prozess für die Ausführung oder die Maschinen, die für die Bereitstellung verwendet werden. Corba ermöglicht es, einen Rahmen zu definieren, der es all diesen Objekten ermöglicht, trotz dieser Unterschiede miteinander zu kommunizieren. Und damit die für die Anwendung erforderlichen Funktionen zu schaffen. Mit anderen Worten: CORBA entwickelt eine einheitliche Architektur für Anwendungen, die unterschiedliche Technologien verwenden. Um den CORBA-Framework zu verstehen, musst du seine Schlüsselkomponente (ORB) und die Sprache zur Definition von Schnittstellen (IDL) kennen. Auch interessant: OpenShift – FunktionsweiseObject Request Broker (ORB)
Bevor wir versuchen, den ORB zu erklären, müssen wir auf einen Punkt zurückkommen. CORBA beinhaltet zwei Arten von Objekten:- Der Server (oder Anbieter): Er ist derjenige, der Funktionen anbietet, die von anderen Objekten genutzt werden können.
- Der Client: Das ist das Objekt, das die Dienste des Servers in Anspruch nimmt.
Interface Definition Language (IDL)
Jede Komponente wird durch eine Schnittstelle beschrieben. Die IDL (oder Interface Definition Language) definiert dann diese Schnittstellen in einer bestimmten Sprache (unabhängig von den verwendeten Programmiersprachen). Die Idee ist, den ORBs zu helfen, die verfügbaren Operationen zu verstehen und die Syntax zu identifizieren, um sie aufzurufen. Zu diesem Zweck erstellt ein Compiler einen spezifischen Code, der die Nutzung der Schnittstelle durch den Client und den Server erleichtert. Für den Client ist dieser Code der Stub, für den Server ist es das Skeleton. Es ist diese Definition einer Sprache, die die Unabhängigkeit und Interoperabilität der verschiedenen Technologien, die für die Anwendung verwendet werden, sicherstellt. Beispielsweise können Module, die in C++ programmiert sind, mit anderen Modulen, die in Java programmiert sind, kommunizieren. Gut zu wissen: Diese IDLs gibt es für verschiedene Programmiersprachen, z. B. C++, Java, Ada, Cobol…Was sind die Vorteile von CORBA ?
Durch die Definition einer einheitlichen Architektur für komplexe verteilte Anwendungen bietet Corba den Entwicklern zahlreiche Vorteile:- Die Wiederverwendbarkeit von Softwarekomponenten: Anwendungen sind nicht auf eine bestimmte Art von Technologie beschränkt, um zu funktionieren.
- Interoperabilität zwischen verschiedenen Sprachen und IT-Umgebungen: Dank IDL können Objekte leicht miteinander kommunizieren und so neue Funktionen und Dienste schaffen.
- Standorttransparenz: Corba ermöglicht es Kunden, Objekte lokal oder remote aufzurufen, unabhängig von ihrem Standort.
- Heterogene Umgebung (Sprache, OS, Maschine): Unabhängig von den Technologien, die eine Anwendung verwendet, schafft CORBA einen einheitlichen Rahmen, der dafür sorgt, dass die Anwendung reibungslos funktioniert.

